HBCD-haltige Dämmstoffe kein gefährlicher Abfall mehr!

Der Bundesrat stimmte am vergangenen Freitag, 07.07.2017 der Verordnung der Bundesregierung zu: Künftig werden HBCD-haltige Dämmstoffe nicht mehr als gefährlicher Abfall klassifiziert. Die Verordnung tritt einen Monat nach der Verkündung in Kraft. Die lsoBouw GmbH hatte sich über ihren Interessenverband, den Industrieverband Hartschaum e. V Heidelberg (IVH), der sogenannten „Aktionsgemeinschaft Sichere und fachgerechte Entsorgung von HBCD-haltigen Dämm­stoff-Abfällen“ (AG EHDA) angeschlossen.

Die AG EHDA wird die Umsetzung der Verordnung in den Ländern weiter begleiten und unterstützen. In den kommenden Tagen erarbeitet sie einen Flyer, der Sie und Ihre Kunden über die künftige Entsorgung von HBCD-haltigen EPS-Dämmstoff-Abfällen und den neuen Ablauf informiert. Nach dieser positiven Entscheidung durch den Bundesrat ist zukünftig die Entsorgung von HBCD-haltigen Dämmstoffabfällen dauerhaft und wirtschaftlich sichergestellt. Die energetische Verwertung HBCD-haltiger Dämmstoffabfälle in thermischen Abfallbehandlungsanlagen und gemischt mit anderen Abfällen ist ein jahr­zehntelang bewährter, für Mensch und Umwelt sicherer und zudem wirtschaftlicher Prozess. Die akuten Entsorgungsengpässe im Herbst 2016 haben gezeigt, dass die Einstufung von HBCD-haltigen Dämmstoffabfällen als „gefährlicher Abfall“ nicht wie geplant zu einer besseren Nachverfolgung und Aus­schleusung des als POP-Stoff klassifizierten HBCD führt. Stattdessen wurde ein etablierter Entsorgungsweg zum Erliegen gebracht.

Umso erfreulicher ist daher die Entscheidung des Bundesrates, Polystyrol-Dämmstoff-Abfälle, die mehr als 0, 1 Gew-% (1000 mg/kg) HBCD enthalten, bundeseinheitlich nicht als gefährlichen Abfall mit den daraus folgenden Verfahrensautomatismen einzustufen und den dynamischen Querverweis in der Nr. 2.2.3 der Einleitung der AW zu revidieren. Eine Gefährdung von Mensch und Umwelt ergibt sich durch diese Änderung nicht. Im Gegenteil: Durch die Rückkehr zur bisherigen Verfahrensweise vor dem 30. September 2016 werden etablierte Wege der Zerstörung des POP-Stoffs wieder geöffnet.

In diesem Kontext weisen wir nochmals darauf hin, dass EPS-Platten aus dem Hause lsoBouw, die nach dem 01.01.2015 produziert wurden, mit dem neuen Flammschutzmittel Polymer FR ausgerüstet und somit HBCD-frei sind. Darüber hinaus haben wir auf allen unseren Lieferpapieren die HBCD-Freiheit dokumentiert. Zum anderen sind unsere Produktfolien zusätzlich mit einem deutlichen Hinweis (HBDC-frei) ausgestattet. Alle unsere EPS-Dämmplatten sind mit einer farbigen Abrollung (grüner Rollstempel) versehen, die auf die HBCD-Freiheit hinweist..

www.isobouw.de


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